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Mitel Telefonanlage: Von Siemens über Unify zu Mitel – zurück zu den deutschen Wurzeln

  • Autorenbild: BBCom
    BBCom
  • 24. Juni
  • 3 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 6. Juli

Wer heute über moderne Telefonanlagen und Unified Communications spricht, kommt an Mitel kaum vorbei. Das Unternehmen zählt weltweit zu den führenden Anbietern für Unternehmenskommunikation. Besonders spannend ist jedoch die Geschichte hinter vielen Mitel-Lösungen in Deutschland: Zahlreiche der heute eingesetzten Systeme haben ihre technologischen Wurzeln bei Siemens.

Unify ist jetzt Mitel

Mit der Übernahme von Unify durch Mitel wurde diese traditionsreiche Entwicklung fortgeführt. Für viele Unternehmen bedeutet das vor allem eines: Investitionsschutz. Statt bestehende Mitel Telefonanlagen vollständig auszutauschen, können viele Systeme auf den neuesten Stand der Technik gebracht werden.


Die Herkunft vieler Mitel-Systeme: Siemens als Ursprung


Die Geschichte beginnt bei Siemens. Über Jahrzehnte prägte Siemens den Markt für Unternehmenskommunikation mit bekannten Lösungen wie Hicom und später HiPath. Diese Systeme galten in Deutschland als Standard für professionelle Telekommunikation und wurden in tausenden Unternehmen eingesetzt.

Im Jahr 2008 wurde die Telekommunikationssparte als Siemens Enterprise Communications ausgegliedert. Daraus entstand später die Marke Unify, unter der erfolgreiche Lösungen wie OpenScape Business und OpenScape vermarktet wurden. Die technologische Basis vieler heute genutzter Kommunikationslösungen entstand somit in Deutschland und wurde über viele Jahre kontinuierlich weiterentwickelt.

2016 übernahm Atos das Unternehmen Unify und führte die Entwicklung der OpenScape-Plattformen fort. Der nächste große Schritt erfolgte 2023, als Mitel die Unify-Sparte von Atos übernahm. Seitdem gehören die OpenScape-Lösungen offiziell zum Mitel-Portfolio.


Von Siemens zur Mitel Telefonanlage: Eine durchgängige Innovationslinie


Die Übernahme von Unify war für Mitel weit mehr als ein Zukauf. Vielmehr wurden zwei starke Welten der Unternehmenskommunikation zusammengeführt.

Heute finden Unternehmen unter dem Dach von Mitel sowohl klassische Kommunikationsplattformen als auch moderne Cloud-, Hybrid- und UC-Lösungen. Gleichzeitig werden die bewährten OpenScape-Produkte weitergeführt und unterstützt. Mitel hat die ehemaligen Unify-Produkte vollständig in sein Portfolio integriert und entwickelt diese konsequent weiter.

Gerade für deutsche Unternehmen ist dies ein entscheidender Vorteil. Die über Jahrzehnte aufgebaute Kommunikationsinfrastruktur muss nicht ersetzt werden, sondern kann Schritt für Schritt modernisiert werden.


Investitionsschutz statt Komplettaustausch


Viele Unternehmen stehen vor der Frage, ob ihre bestehende Telefonanlage noch zukunftsfähig ist. Die gute Nachricht: In zahlreichen Fällen lautet die Antwort Ja.

Durch das Innovations- und Migrationskonzept von Mitel können viele bestehende OpenScape- und Siemens-basierte Installationen modernisiert werden. Häufig lassen sich neue UC-Funktionen, Softphones, mobile Arbeitsplätze, Microsoft-Teams-Integrationen oder moderne SIP-Anbindungen integrieren, ohne die komplette Infrastruktur auszutauschen.

Modernisieren der alten Mitel-Telefonanlage statt Neuinvestition

Für Unternehmen bedeutet dies:

  • Deutlich geringere Investitionskosten

  • Schutz bestehender Hardware-Investitionen

  • Schrittweise Modernisierung statt Big-Bang-Migration

  • Zukunftssicherheit durch aktuelle Software- und Sicherheitsstandards

  • Flexible Hybrid- und Cloud-Szenarien



Gerade in Zeiten steigender IT-Kosten ist dieser Investitionsschutz ein wesentlicher Wettbewerbsvorteil.


Moderne Telefonanlagen müssen nicht neu sein


Ein häufiger Irrtum besteht darin, dass nur eine vollständig neue Cloud-Telefonanlage moderne Kommunikation ermöglicht.


Tatsächlich bieten aktuelle Mitel-Lösungen Funktionen wie:

  • Videokommunikation

  • Mobile Clients

  • Homeoffice-Integration

  • Präsenzmanagement

  • Microsoft-Teams-Anbindung

  • SIP-Trunking

  • Unified Communications

  • Contact-Center-Lösungen


Damit können modernisierte OpenScape- und Mitel-Systeme problemlos mit aktuellen Kommunikationsplattformen konkurrieren und die Anforderungen moderner Arbeitswelten erfüllen.


Gigaset und Mitel: Ein Stück Made in Germany kehrt zurück


Besonders interessant für den deutschen Markt ist die jüngste Entwicklung rund um Gigaset!


Gigaset Tischtelefone für die Mitel Telefonanlage

Mitel hat die Produktion seiner IP-Telefone nach Deutschland verlagert und lässt diese künftig bei Gigaset in Bocholt fertigen. Damit entsteht eine Partnerschaft, die perfekt zur Historie vieler Mitel-Kunden passt. Die Kommunikationstechnologie, deren Wurzeln bei Siemens liegen, wird nun teilweise wieder in Deutschland produziert.

Für viele Unternehmen ist dies mehr als nur ein Produktionsstandort. Es steht für Qualität, kurze Lieferwege, deutsche Fertigungsstandards und eine Rückbesinnung auf die traditionsreichen deutschen Wurzeln der Unternehmenskommunikation.


Man könnte sagen: Der Kreis schließt sich.


Fazit: Zukunftssichere Kommunikation mit starken deutschen Wurzeln


Die Geschichte von Mitel ist in Deutschland eng mit Siemens, Siemens Enterprise Communications und Unify verbunden. Was einst als deutsche Telekommunikationsinnovation begann, wird heute unter dem Dach von Mitel weiterentwickelt.

Für Unternehmen bietet dies einen entscheidenden Vorteil: Bestehende Investitionen bleiben geschützt, während moderne Kommunikationsfunktionen Schritt für Schritt integriert werden können.

Mit der Rückkehr eines Teils der Telefonfertigung nach Deutschland durch die Zusammenarbeit mit Gigaset erhält die Geschichte zudem ein weiteres spannendes Kapitel. Die Wurzeln vieler Mitel-Lösungen liegen in Deutschland – und ein Stück dieser Tradition ist heute wieder sichtbar.

Wer seine bestehende Telefonanlage modernisieren möchte, sollte deshalb nicht zuerst an einen Komplettaustausch denken. Oft steckt in der vorhandenen Infrastruktur deutlich mehr Zukunftspotenzial, als auf den ersten Blick erkennbar ist.





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